Dr. Regina Stürcke

Diplom-Medizinerin

Fachzahnärztin für Allgemeine Stomatologie

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Zahnarzt_Erfurt_Prothese 1Wenn ein Zahn verloren geht - Brücken und Implantate

 

Manchmal gibt es Situationen, in denen es besser bzw. auch medizinisch ratsam ist, sich von einem Zahn zu trennen. Nicht mehr therapierbare Eiterherde an den Zahnwurzeln, Brüche, die bis in die Wurzel reichen oder zu starker parodontaler Abbau (also Auflösung des Fundaments eines Zahnes) machen meist eine Entfernung des Zahnes unumgänglich. Doch was nun?

Zahnlücken sollten ja kein bleibender Zustand sein. Einerseits aus ästhetischen Gründen - wer möchte schon eine Zahnlücke vor seinen Mitmenschen zu Schau tragen? Andererseits führt ein fehlender Zahn zu einer Fehlbelastung der übrigen Zähne, die dadurch einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind, die Nachbarzähne der Lücke werden schief, da sie in die Lücke hineinwandern, und schließlich wird die Verwertung der Nahrung durch das reduzierte Kauvermögen erschwert, wodurch sich nachhaltige Konsequenzen für unseren gesamten Organismus ergeben.

Um diese schwerwiegenden Folgeerscheinungen zu unterbinden, bietet die moderne Zahnheilkunde heute eine Vielzahl von hochspezialisierten Lösungen an, um Zahnlücken wieder zu schließen und die nötige Kaukraft wiederherzustellen.

Die wohl bekannteste Konstruktion ist die so genannte Brücke: Wenn ein Zahn fehlt und beidseits der Lücke stabile Nachbarzähne vorhanden sind, so können diese als Pfeiler für eine Brücke dienen. Das heißt, diese beiden Zähne werden beschliffen und mit Kronen versorgt, welche in der Mitte einen künstlichen Zahn tragen (das sog. Zwischenglied), der anstelle des entfernten Zahnes sitzt. Diese Konstruktion wird aus einem Stück gefertigt, ähnlich wie bei einer Einzelkrone mit einem Kern aus einer Goldlegierung, welche dann komplett mit zahnfarbener, individuell angepasster Keramik überzogen wird. Eine Brücke wird immer fix auf den Pfeilerzähnen aufzementiert, ist subjektiv nicht als Fremdkörper erkennbar und auch optisch nicht von den anderen Zähnen zu unterscheiden.

Die Brücke muss nicht, im Gegensatz zur Teilprothese, mit der sie öfters verwechselt wird, zur Reinigung herausgenommen werden und stellt daher eine sehr hochwertige und bequeme Methode des Zahnersatzes dar.

 

Implantate, das sind künstliche Zahnwurzeln

Eine weitere sehr elegante Methode zur Wiederherstellung eines nicht mehr vorhandenen Zahnes bietet seit etwa 15 Jahren die Implantologie. Implantate werden heute meist aus Titanlegierungen gefertigt und ähneln in der Form und Funktion einem Dübel, der durch einen kleinen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt wird. Nachdem er dort eingewachsen ist (das dauert je nach Position 3-6 Monate), kann auf ein Implantat dann eine künstliche Zahnkrone montiert werden. Anders als bei der Brückenkonstruktion, die immer an das Vorhandensein von intakten Pfeilerzähnen gebunden ist, ist die Implantation davon unabhängig und gerade dann interessant, wenn im fraglichen Bereich zu wenig Pfeiler für eine herkömmliche Brücke zu finden sind. Im Extremfall ist sogar im völlig zahnlosen Kiefer mittels Implantaten eine sehr stabile Verankerung für abnehmbare Prothesen oder festsitzende Brücken möglich. Allerdings muss für ein Implantat eine andere Voraussetzung erfüllt sein: stabiler, in ausreichender Menge vorhandener Kieferknochen, der imstande ist, ein Implantat von ausreichender Länge und Stärke zu tragen. Die Quantität und Qualität dieses Knochens lässt sich vor dem Setzen des Implantates mit speziellen Schichtröntgenaufnahmen feststellen.

Sollte nicht genügend Knochen vorhanden sein, können wir uns mit Knochenersatzmaterialien oder der Verpflanzung von Eigenknochen behelfen.

Fragen Sie uns, wir verweisen Sie an den Spezialisten.

 

Langzeitprognose

Der Zahnbelag bewirkt nicht nur an den eigenen Zähnen, sondern natürlich auch an den Implantatdurchtrittsstellen Entzündungen. Dadurch ist wie bei der entzündlichen Parodontitis die Gefahr gegeben, dass es zu einem Zahn- bzw. Implantatverlust kommt.

Zwei Personen sind am Erfolg beteiligt: der implantierende Zahnarzt und der Patient. Der Zahnarzt stellt die Diagnose, den Behandlungsplan und wählt das passende Implantat aus. Das Einsetzen eines Implantates in den Kieferknochen ist eine chirurgische Tätigkeit, die sehr viel Geschick und Genauigkeit und eine aufwändige zusätzliche Ausbildung erfordert. Sie stellt hohe Anforderungen an das Können des Arztes, verbunden mit einem sehr hohen personellen und apparativen Aufwand. Ab dem Zeitpunkt der definitiven Einheilung ist dann zum Großteil der Patient selbst für den Langzeiterfolg verantwortlich. Peinlichst genaue Zahnpflege und Mundhygiene sind erforderlich, sowie halbjährliche ärztliche Kontrollen, um eventuell auftretende Probleme schon im Ansatz zu erkennen und dementsprechend zu behandeln.

 

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